Public Relations ist heute mehr als Pressemitteilungen schreiben: Wer in der Kommunikationsbranche bestehen will, braucht ein Gefühl für Storytelling, digitale Kanäle, Messbarkeit und saubere Abstimmung mit Unternehmen und Medien. Das Studium Public Relations und Kommunikation an der IU setzt genau dort an und verbindet kommunikative Grundlagen mit flexiblen Lernformaten, Wahlpflichtbereichen und klarer Praxisorientierung. Ich ordne hier ein, wie das Angebot aufgebaut ist, welche Inhalte wirklich drinstecken und für wen die IU als Anbieter eine vernünftige Wahl ist.
Die wichtigsten Fakten, die bei IU sofort zählen
- Die IU bietet den Studiengang als Bachelor of Arts im Fernstudium mit 180 ECTS und im dualen myStudium mit 210 ECTS an.
- Das Fernstudium läuft in 36, 48 oder 72 Monaten, das duale Modell in der Regel über 7 Semester.
- Inhalte wie Storytelling, Pressestrategie, PR-Controlling, Digitales Redaktionsmanagement und Medienrecht machen den Studiengang fachlich breit.
- Ein NC ist nicht vorgesehen; im Fernstudium ist der Einstieg auch ohne Abitur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
- Die Gebühren beginnen im Fernstudium bei 249 Euro pro Monat; im dualen Modell trägt der Praxispartner die Kosten in der Regel.
- Der größte Unterschied zu vielen anderen Anbietern ist nicht das Fach selbst, sondern die Frage, ob du maximale Flexibilität oder feste Praxisbindung brauchst.

Was die IU in Kommunikation und PR konkret anbietet
Die IU trennt den Studiengang bewusst in zwei Lernlogiken. Im Fernstudium studierst du Public Relations und Kommunikation völlig flexibel, startest nach aktuellem Stand jederzeit und schließt mit dem B.A. und 180 ECTS ab. Im dualen myStudium ist der Rhythmus stärker vorgegeben: 20 Stunden pro Woche verbringst du beim Praxispartner, die Theorie läuft online über den virtuellen Campus, und am Ende stehen 210 ECTS.
| Format | Abschluss | Dauer | Charakter |
|---|---|---|---|
| Fernstudium | B.A., 180 ECTS | 36, 48 oder 72 Monate | Maximale Flexibilität, gut für Berufstätige und Selbstorganisierte |
| Duales myStudium | B.A., 210 ECTS | 7 Semester | Feste Praxisbindung, gut für alle, die früh Berufserfahrung sammeln wollen |
Aus meiner Sicht ist genau diese Zweiteilung der eigentliche Mehrwert des Angebots. Du musst dich nicht erst durch ein starres Hochschulsystem kämpfen, sondern kannst den Rahmen an deinen Alltag anpassen. Gleichzeitig bleibt das Profil klar: Es geht nicht um abstrakte Medientheorie, sondern um Kommunikation, PR, digitale Redaktionsarbeit und den Umgang mit realen Anforderungen aus Unternehmen und Agenturen. Damit ist auch schon der Übergang zum Kern des Curriculums gesetzt.
Wie das Fernstudium inhaltlich aufgebaut ist
Wer bei PR nur an Texte und Pressearbeit denkt, unterschätzt den Studiengang schnell. Das Fernstudium an der IU deckt neben den kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen auch Methoden, digitale Werkzeuge und betriebswirtschaftliche Bausteine ab. Genau das ist sinnvoll, weil moderne Öffentlichkeitsarbeit heute selten isoliert funktioniert. Sie hängt an Strategie, Abstimmung, Zielgruppenverständnis und messbaren Ergebnissen.
| Bereich | Typische Inhalte | Was das später bringt |
|---|---|---|
| Grundlagen | Einführung in die Medien- und Kommunikationswissenschaften, wissenschaftliches Arbeiten, Marketing, Medienpsychologie | Ein sauberes Fundament statt bloßer Bauchkommunikation |
| PR und Text | Kommunikation und Public Relations, Storytelling, Pressemappe, professionelles Texten, Public Speaking | Inhalte so formulieren, dass sie in Medien und Organisationen funktionieren |
| Digitales Profil | Digital Skills, Social-Media-Marketing, Digital and Mobile Campaigns, Digitales Redaktionsmanagement | Kanäle, Formate und Workflows für die digitale Kommunikation beherrschen |
| Steuerung | Pressestrategie und PR-Controlling, Medienstrategie, Corporate Communication, Corporate Social Responsibility | Kommunikation nicht nur produzieren, sondern auch einordnen und messen |
| Vertiefung | Wahlpflichtmodule, Praktikum oder praxisnahe Module, KI-bezogene Inhalte | Ein eigenes Profil aufbauen, statt nur das Pflichtprogramm abzuarbeiten |
Praktisch ist auch die Flexibilität im Aufbau: Du entscheidest dich im Fernstudium zu Beginn zwischen einem Praktikum im Medien-, Journalismus- und PR-Umfeld oder einem Paket aus praxisnahen Modulen. Das ist ein sinnvoller Hebel, weil du deinen Schwerpunkt nicht erst am Ende des Studiums schärfst, sondern früh eine Richtung festlegst. Besonders stark finde ich außerdem, dass IU Themen wie KI, digitales Redaktionsmanagement und professionelle Kampagnenarbeit nicht als Randnotiz behandelt, sondern ins Curriculum integriert.
Wer Kommunikation heute ernsthaft lernt, sollte eben nicht nur klassische Pressearbeit kennen, sondern auch digitale Formate, Stakeholder-Kommunikation und die Frage, wie sich Wirkung überhaupt belegen lässt. Genau an dieser Stelle grenzt sich das Programm von rein allgemeinen Medienstudiengängen ab. Als Nächstes lohnt sich deshalb die ehrliche Frage, für welchen Typ Mensch dieses Profil wirklich passt.
Für wen sich der Studiengang lohnt und für wen eher nicht
Ich würde den Studiengang vor allem Menschen empfehlen, die gerne schreiben, Informationen strukturieren und nicht nur kreativ, sondern auch organisiert arbeiten. PR klingt in der Außenwahrnehmung oft glamouröser, als sie im Alltag ist. In Wahrheit geht es viel um Abstimmung, Timing, saubere Formulierungen und manchmal auch um Routine. Wer das mag, findet hier ein passendes Feld.
Passt gut, wenn du
- beruflich in Unternehmenskommunikation, PR, Content Creation, Social Media oder Medienumfeld einsteigen willst,
- bereits arbeitest und ein Studium brauchst, das sich an deinen Alltag anpasst,
- Praxisbezug wichtig findest, aber nicht zwingend ein reines Präsenzstudium suchst,
- Interesse an digitalen Kanälen, Markenkommunikation und journalistisch sauberem Schreiben hast,
- später mit Kommunikationsstrategien, Pressearbeit oder interner Kommunikation arbeiten möchtest.
Eher nicht ideal, wenn du
- ein stark campusorientiertes Studium mit viel Präsenz und direktem Hochschulleben erwartest,
- ohne Eigenorganisation schnell den Faden verlierst,
- eigentlich nur reine journalistische Ausbildung suchst und mit PR wenig anfangen kannst,
- vor allem theoretische Medienforschung willst und den Praxisanteil eher als Pflichtgefühl siehst.
Für mich ist das ein ehrlicher Prüfstein: Nicht jeder Kommunikationsstudiengang passt zu jedem Lernstil. Die IU ist stark, wenn du Freiheit oder Praxisnähe willst, aber genau diese Freiheit verlangt auch Disziplin. Deshalb lohnt sich im nächsten Schritt der Blick auf Zulassung, Dauer und Kosten, weil dort die eigentliche Entscheidung oft erst greifbar wird.
Zulassung, Dauer und Kosten im direkten Vergleich
Stand 2026 liegt die öffentliche Gebührenstruktur für das Fernstudium je nach Modell bei 249 bis 379 Euro pro Monat. Das duale Modell ist für Studierende in der Regel kostenfrei, weil der Praxispartner die Studiengebühren übernimmt. Der finanzielle Unterschied ist also groß, aber er hängt direkt mit der Struktur des Studiums zusammen.
| Aspekt | Fernstudium | Duales myStudium |
|---|---|---|
| Zulassung | NC-frei, mit Abitur oder Fachabitur direkt; ohne Abitur mit Meister oder mit abgeschlossener Ausbildung plus Berufserfahrung unter bestimmten Bedingungen | Praxispartner nötig, der genaue Zugang wird im Bewerbungsprozess geklärt |
| Dauer | 36, 48 oder 72 Monate | In der Regel 7 Semester |
| Start | Jederzeit möglich | 2x jährlich, meist zum 1. April oder 1. Oktober |
| Kosten | Ab 249 Euro im Monat, je nach Zeitmodell | In der Regel 0 Euro für Studierende |
| Praxisbezug | Optionales Praktikum oder praxisnahe Wahlpflichtmodule | 20 Stunden pro Woche beim Praxispartner |
Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist die Anerkennung von Vorleistungen. Mit einer passenden Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement oder als Industriekaufmann oder Industriekauffrau, können laut IU 50 bis 90 ECTS angerechnet werden. Das spart Zeit und oft auch Geld. Ich würde deshalb nie nur auf die Monatsrate schauen, sondern immer auf die mögliche Verkürzung durch Anerkennung, Finanzierung und deinen realen Zeitbedarf.
Wenn du ein möglichst günstiges und stark strukturiertes Modell suchst, ist das duale Studium attraktiv. Wenn du dagegen Job, Familie oder andere Verpflichtungen flexibel einpassen musst, ist das Fernstudium der deutlich offenere Weg. Genau an diesem Punkt trennt sich bei Hochschulen und Anbietern oft die Marketingaussage von der tatsächlichen Alltagstauglichkeit.
Woran ich die IU als Anbieter messe
Bei der Auswahl einer Hochschule für Kommunikation würde ich nie nur nach dem Fächernamen gehen. Entscheidend sind die Lernarchitektur, die Betreuung und die Frage, ob der Anbieter zu deinem Alltag passt. An der IU spricht viel für das Modell, aber nicht alles ist für jeden gleichermaßen sinnvoll.
| Kriterium | Was die IU stark macht | Worauf ich trotzdem achte |
|---|---|---|
| Flexibilität | Start ab heute, ortsunabhängiges Lernen, Online-Prüfungen, digitale Lernplattform, Lern-KI Syntea | Ob du ohne äußeren Druck wirklich konsequent lernst |
| Praxisbezug | Optionales Praktikum, praxisnahe Wahlpflichtmodule, im dualen Modell 20 Stunden Praxis pro Woche | Ob du lieber Erfahrung sammelst oder zuerst in Ruhe Theorie aufbaust |
| Support | Study- und Career Coaching, Austausch mit Lehrenden, Online-Bibliothek mit 60.000 E-Books, Statista und LinkedIn Learning | Ob du eher persönliche Präsenz auf dem Campus brauchst |
| Qualität | Staatlich anerkannt, akkreditiert, klar definierte ECTS-Struktur | Ob dein Zielberuf eventuell ein noch spezialisierteres Profil verlangt |
| Marktlogik | Starkes Angebot für flexible und berufsbegleitende Studienwege | Ob du stattdessen ein kleineres, präsenzstärkeres Hochschulmodell bevorzugst |
Ich halte die IU vor allem dann für stark, wenn du ein modernes, flexibles Kommunikationsstudium suchst und selbst steuern kannst, wann und wie du lernst. Schwächer wird das Modell dort, wo jemand ein klassisches Campusgefühl, sehr kleine Seminargruppen und viel Präsenz erwartet. Das ist kein Qualitätsurteil gegen die IU, sondern eine Frage der Passung. Wer das verwechselt, ist später oft enttäuscht, obwohl das Angebot an sich ordentlich ist.
Gerade im dualen Modell ist zudem der Praxispartner ein echter Filter. IU nennt hier ein großes Netzwerk und gute Übernahmechancen, aber am Ende entscheidet nicht die Broschüre, sondern ob das Unternehmen fachlich, organisatorisch und menschlich passt. Genau deshalb würde ich das duale Modell nur wählen, wenn du den Praxisanteil wirklich willst und nicht nur wegen des Preises in Betracht ziehst.
Mein kurzes Urteil für die Entscheidung zwischen Fern- und Dualmodell
Wenn ich das Angebot nüchtern zusammenfasse, dann ist Public Relations und Kommunikation an der IU kein Nischenstudium, sondern ein praxisnahes Kommunikationsprogramm mit digitalem Kern und flexiblen Wegen. Das Fernstudium passt am besten, wenn du Eigenständigkeit brauchst und deine Zeit selbst strukturieren willst. Das duale Modell ist stärker, wenn du möglichst früh Berufspraxis, ein festes Wochenraster und die direkte Nähe zu einem Unternehmen suchst.
- Wähle das Fernstudium, wenn du maximale Freiheit brauchst und dein Studium neben Job oder Familie organisieren musst.
- Wähle das duale Modell, wenn du Praxis und Theorie eng verzahnen willst und einen passenden Praxispartner hast.
- Prüfe andere Anbieter mit, wenn du ein sehr campusnahes, kleines oder stärker forschungsorientiertes Kommunikationsstudium suchst.
Vor einer Bewerbung würde ich immer drei Dinge sauber abklären: das Modulhandbuch, mögliche Anrechnungen aus Ausbildung oder Berufserfahrung und die echte Finanzierungsfrage. Wenn diese drei Punkte passen, ist die IU für Kommunikation und PR eine überzeugende Option. Wenn nicht, sollte man nicht am Markennamen hängen bleiben, sondern den Anbieter wählen, der den eigenen Alltag wirklich trägt.